Jedes Trocknungsgerät löst eine andere Aufgabe. Raumluftgeräte holen Wasser aus Oberflächen, Turbinen aus Hohlräumen, Heizgeräte schaffen erst die Bedingungen, unter denen beides funktioniert.
Kondenstrockner für Wohnräume und Wände
Der Kondenstrockner ist das Standardgerät nach einem Leitungswasserschaden in Wohnung oder Haus. Er saugt Raumluft an, kühlt sie unter den Taupunkt und sammelt das Kondensat in einem Tank oder leitet es über einen Schlauch ab. In Leipziger Altbauwohnungen stellen wir ihn meist zusammen mit einem Ventilator auf, damit die Luft auch Wandflächen hinter Schränken und in Nischen erreicht. Tür und Fenster bleiben zu, sonst trocknet das Gerät den Hof mit.
Adsorptionstrockner für kalte Keller
Bei niedrigen Temperaturen kondensiert kaum noch Feuchte, ein Kondenstrockner bleibt dann praktisch stehen. In unbeheizten Kellern, Garagen und Treppenhäusern setzen wir deshalb Adsorptionstrockner ein. Sie binden die Feuchte an ein Trockenmittel und führen sie als warme Abluft über einen Schlauch nach draußen. Nach Starkregen oder Rückstau ist es ein Baustein der Kellertrocknung nach Hochwasser.
Turbinen für Estrich und Dämmschicht
Wasser unter einem schwimmenden Estrich erreicht kein Raumluftgerät. Dafür brauchen Sie eine Turbine, die über Bohrungen oder die Randfuge Luft durch die Dämmschicht saugt, dazu Wasserabscheider, Filter und Schalldämpfer. Das Umweltbundesamt empfiehlt in genutzten Räumen ausschließlich Saug- oder Saugdruckverfahren, damit keine Sporen und Fasern in die Wohnung geblasen werden (Schimmelleitfaden, April 2024). Wo gebohrt wird und wie viele Öffnungen nötig sind, legen wir nach der Messung fest; die Einzelheiten stehen auf der Seite Estrich- und Dämmschichttrocknung.
Ventilatoren, Heizgeräte und Messtechnik
Ventilatoren kosten wenig und beschleunigen jede Trocknung, weil sie die feuchte Grenzschicht an der Wandoberfläche abtragen. Heizgeräte heben im Winter die Raumtemperatur, damit der Kondenstrockner überhaupt arbeiten kann. Zur Miete gehört bei uns immer die Messtechnik: Hygrometer für die Raumluft, kapazitives Messgerät für die Fläche und Bohrlochsonde für die Tiefe.
